Ein wundervoller Ort für ganzheitliche Heilung
- Pro:
- Die gesamte Atmosphäre und umfassende Kompetenz
- Kontra:
- Krankheitsbild:
- Depression; PTBS
- Privatpatient:
- ja
- Erfahrungsbericht:
-
Ein ganz besonderer, einmaliger Ort. Vom ersten Moment an fühlt man sich bei Dr. Barner ind Braunlage willkommen.
Das Gesamtkonzept der Klinik überzeugt: Die äußere Ästhetik und Liebe zum Detail spiegelt sich im Umgang mit den Patient*innen und Mitarbeiter*innen wider. Die Therapien werden individuell angepasst und die Behandelnden Ärzt*innen, Therapeut*innen und Pflegepersonen sind im Bezug auf die einzelne Patientin im Gespräch miteinander. Man spürt, dass es hier nicht um Gewinnmaximierung und Wirtschaftlichkeit geht, sondern um ganzheitliche Heilung.
Körper und Seele werden gleichermaßen behandelt, genährt, geheilt. Sei es durch Psychotherapie, Körperpsychotherapie, Therapie mit dem Pferd, psychiatrisch-ärztliche Behandlung, Nordic Walking, Schwimmen, Fango und Massage oder Physiotherapie, durch Musik und Musizieren, Qi-Gong, Klang oder Duft, wundervolles Essen oder ausgedehnte Spaziergänge. Nichts kommt zu kurz.
In Notsituationen ist jederzeit sofort einfühlsame und kompetente Hilfe verfügbar.
Ich kann die Klinik nach meinem nun dritten Aufenthalt nur uneingeschränkt weiterempfehlen!












sehr zufrieden
sehr zufrieden






2 Kommentare
Für viele Patient*innen mit anderen Diagnosen ist das vielleicht kein Problem. Aber für eine spezialisierte Klinik, die als einen Schwerpunkt Traumatherapie anbietet, reicht es nicht, besonders ruhige und große Zimmer für diese Traumapatient*innen zur Verfügung zu stellen. Während einer derartigen Therapie muss man sich als Patient*in jederzeit gewahr sein, sich in einer sicheren, geschützten Umgebung zu befinden. Und es sollte eine engmaschige, kontinuierliche Betreuung durch die durchgehend gleichen Therapeut*innen stattfinden.
Aufgrund mehrerer, z.T. drastischer Ereignisse im Außen (von denen ich nicht alleine betroffen war), erlebte ich Flashbacks und Retraumatisierungen. Damit wurde akut professionell umgegangen, aber im Weiteren hatte ich den Eindruck, dass dem nicht genügend Raum z.B. durch zusätzliche (absolut notwendige) Therapiestunden zur Aufarbeitung gegeben wurde und ich allein war. Während der Expositionstherapie hatten sich dazu noch mehrere neue innere Themen herausgearbeitet. Daher wurde ich mit dem Vorschlag einer Intervalltherapie entlassen. Am Ende meines Aufenthaltes glaubte ich, einigermaßen gut in den Alltag zurückkehren zu können. Aber das war nicht so.
Aufgrund der Erfahrungen in Braunlage war an einen weiteren Aufenthalt dort nicht zu denken. Ich wurde dann mithilfe meiner Psychologin für Körpertherapie und Traumatherapie über einen sehr lange Zeitraum nur stabilisiert. Mit Verfahren und Übungen, die mittlerweile in der traumatherapeutischen Forschung und Praxis Standard sind. Die gerade genannten stabilisierenden Fertigkeiten hätte ich gerne in Braunlage erhalten. Sollte ich noch einmal eine psychosomatische Akutklinik aufsuchen, werde ich sehr genau auf die traumatherapeutische Ausrichtung und das Setting achten. Ebenso auf die fachliche Qualifikation der behandelnden Ärzt*innen und Therapeut*innen (das sollte man sich bei Barner auch ansehen). Das Konzept für Traumatherapie in der Barner Klinik halte ich heute, mit mehr Wissen, für veraltet.
Diese Klinikanlage ist ein Kleinod. Ich habe dort viele bemerkenswerte Menschen (ich zähle bewusst die Küche, den Service und die Reinigungskräfte dazu) getroffen. Der Ort, die Umgebung, die Höflichkeit und Zugewandtheit sind sehr angenehm. Aber ich finde, dass es in dieser Idylle einen trügerischen Schein gibt: Dass Patient*innen in höchster Not nicht adäquat behandelt werden. Dass ein Teil des Pflegepersonals teilweise unsensibel und unangemessen, geradezu hilflos - ich möchte sagen: sehr unprofessionell mit akuten Notlagen mehrerer Patient*innen umgegangen ist. Dass ernsthafte Beschwerden bagatellisiert, keine Verantwortung übernommen, sondern diese vielmehr an die Patient*innen zurückgegeben wurde. Vor allem auf leitenden Ebenen.
Ich denke für Menschen mit Ängsten, Burnout, Depressionen kann diese Klinik ein guter Ort sein. Patient*innen mit PTBS sollten sich das gut überlegen.